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Weihnachtskrach vermeiden Hektik Gerade am Fest der Liebe knallt es bei vielen Familien gehörig im Karton. Statt ein liebliches "O, du Fröhliche" erschallt ein Potpourri aus Türen knallen, Schreien, Tränen, Toben und manchmal noch Schlimmeres. Die häufigsten weihnachtlichen Zank-Äpfel mit Rezepten zur besseren Bekömmlichkeit: Jedes Jahr die gleiche Hektik, obwohl wir doch noch früher mit den Vorbereitungen begonnen haben! Aber irgendwie scheint sich die Arbeit Richtung Heiligabend immer zu hohen Türmen anzustauen, die dann über ihren Opfern zusammenbrechen und sie unter sich begraben. Ein heftiger Streit ist dann regelrecht vorprogrammiert. Tipp: Arbeitsteilung! Und zwar ausnahmslos für Alle. Ein "Das kann ich nicht" oder "dafür bin ich zu klein/zu alt" gibt es nicht. Wenn jeder einen Teil der Arbeit übernimmt (z.B. Mama kocht, Kinder decken den Tisch und schmücken, Papa spült), bleibt für jeden nur wenig übrig. Weniger Arbeit, weniger Stress, weniger Streit. Eigentlich ziemlich einfach.
Tipp: Demokratisch abstimmen lassen, jährlich die Entscheidung einem anderen Familienmitglied überlassen oder die einzelnen Punkte aufteilen. Bei Letzterem kann zwar eine "wilde Mischung" heraus kommen, was aber nicht das Schlechteste sein muss, oder?
Tipp: Sich auf eine bestimmte Zahl von "perfekten" Programmpunkten beschränken und bei dem Rest einfach Fünf gerade sein lassen...
Tipp: Entweder einen Tag "großelternfrei" halten und "modern" feiern oder die Senioren auf für sie ungewohnte Programmpunkte seelisch vorbereiten oder alle Großeltern auf einmal einladen oder in einem Jahr die einen, im nächsten Jahr die anderen... Erst Kirche oder Essen oder Bescherung am Heiligabend? Pflicht zum gemeinsamen Familienspaziergang, Unternehmungen, Besuchen und Spielrunden oder individuelle Feiertagsgestaltung für alle? Ausflüge oder daheim bleiben? Schwimmbad oder Kino? Faul oder aktiv? Tipp: Entweder sämtliche Tage per Familienrat entscheiden lassen oder ein Tag die Eltern, ein Tag die Kinder und am dritten jeder, wie er Lust hat.
Tipp: Kompromisse suchen! Ein Raum darf völlig überladen werden, während der Rest zur dekorationsfreien Zone erklärt wird. Das Hauptproblem an Weihnachten ist, dass es mit so vielen Erwartungen verknüpft ist. Der Vater soll endlich Zeit für die Kinder haben. Die Mutter will ständig all ihre Lieben um sich versammelt sehen, die Großeltern erwarten Besuche der bescherten Enkel, die Väter dagegen wollen oft nur ihre Ruhe haben. Ebenso wie die meisten Jugendlichen, die nach Faulheit jenseits der Schule gieren bzw. ihre zusätzliche Freizeit insgeheim für Clique oder Freund(in) verplant haben. Jeder will etwas anderes. Keiner kriegt das, was er eigentlich möchte. Und schon fliegen die Fetzen. Tipp: Jedem seine persönlichen Freiräume zugestehen und mindestens einen Wunsch erfüllen! Dann werden auch die Pflichten gerne wahrgenommen. Die Pflicht der Weihnachtsgrüße Über liebe Weihnachtsgrüße ("Mensch, dass XY an uns gedacht hat!") freut sich jeder, doch selber welche schreiben will keiner. Diese Rechnung kann nicht aufgehen! Tipp: So viele Karten schreiben, wie du letztes Jahr bekommen hast bzw. wie du selber gerne bekommen möchtest. Plus eine an eine entfernte Bekannte oder vernachlässigte Verwandte.
Tipp: Den Heiligabend traditionell gestalten, den ersten Feiertag modern bzw. nach Sonderwünschen und am zweiten Feiertag sich von Verwandten einladen oder den Kindern bekochen lassen. Oder doch lieber zum Italiener...
Tipp: Das Extrem: Auf Geschenke ganz verzichten. Alternativ: Seine eigenen Wünsche offen sagen, sich wirklich an die Wunschliste der anderen halten oder doch Geld bzw. Gutscheine für bestimmte Geschäfte verschenken. Auf diese Weise kann Ärger gar nicht erst entstehen, weil alle zufrieden sind. Die Schenker, weil sie nichts falsch gemacht haben, ebenso wie die Beschenkten, auf deren Wünsche eingegangen wurde. Und an den Weihnachtsmann bzw. das Christkind haben wir sowieso noch nie geglaubt, oder? In diesem Sinne: Ein friedliches Weihnachtsfest!
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